Dezember

Mentoring für Bildende Künstlerinnen

Am Mittwoch, 15.12.2010 findet um 19 Uhr in der Kunsthalle Mainz ein Mentoring für Bildende Künstlerinnen statt. Eingriffe in den öffentlichen Raum – an innerstädtischen Orten, an denen man nicht vorbeikommt und in der freien Landschaft inszenierte Malerei, die Innenräume zur Schau stellt, Foto- und Video-Installationen, die sich mit dem Menschen und seiner körpergebundenen Identität und Biografie auseinandersetzen. Cornelia Rößler, Katarina Veldhues und Susann Gassen berichten über ihre Forschungsinteressen und die Fragen, die sich in ihren Arbeiten stellen.

Projektpräsentation am 8. Dezember 2010, 19.30 Uhr

Verónica Aguilera, die in diesem Jahr ein Anwesenheitsstipendium im Künstlerhaus hatte, stellt ihr Projekt PARKPLATZ – parken auf eigene Gefahr vor. Vor einigen Wochen realisierte Aguilera diese Intervention auf der als Parkplatz genutzten Freifläche des ehemaligen Hotel Balzer in Bad Ems.

PARKPLATZ – parken auf eigene Gefahr widmet sich einem Ort, der ohne festgelegte Markierungen momentan zum Parken verwendet wird. Auf dem Platz sind die Benutzer gezwungen, sich jeden Morgen selbst zu Organisieren, was im respektvollen Umgang miteinander geschieht.

Das Projekt macht die organisatorischen Kapazitäten der Nutzer sichtbar, indem das Parken einer neuen Ordnung unterzogen wurde: Während es ursprünglich beim freien Parken zur Selbstorganisation kam, wurde nun das Absolvieren einer vorgegebenen Ordnung verlangt. Die Autofahrer wurden mit Vorschlägen konfrontiert, die speziell ausgelegt für diesen Ort entwickelt wurden.

Ganz herzlich laden wir Sie zur Präsentation von Verónica Aguilera ins Künstlerhaus Schloß Balmoral ein. Wir freuen uns über Ihr zahlreiches Erscheinen anlässlich dieser letzten Aktion im Jubiläumsjahr 2010. Stadtbürgermeister Berny Abt, der das Projekt unterstützt hat, wird Sie begrüßen.

Verónica Aguilera: PARKPLATZ - parken auf eigene Gefahr (2010)

Performance am 8. Dezember 2010 in Mainz

Brandstifter (New York-Stipendiat 2009) "stiftet" dort gerne an, wo sich verschiedenen Kunstsparten mischen, um aus ihnen eine neue, originäre Ausdrucksform zu schaffen. Er hat dabei den Anspruch, Leben in die Kunst zu transportieren und arbeitet sowohl mit dem Zufallsprinzip als auch mit Improvisation. In seinen Arbeiten verbindet er so unterschiedliche Gattungen wie Neue Musik, Improvisierte Musik, Aktionskunst, Performance, Soundinstallation und Skulptur.

Nach einem Auftakt zur Eröffnung der Stipendiatenausstellung km 500 3 im Foyer der Kunsthalle wird er am 8. Dezember 2010 um 19 Uhr den alten Turm mit seinen rauschgiftengelloops, eine interaktive Klanginstallation für Plastikengel, Schallplatten und Plattenspieler, zum klingen bringen: Auf den auf einer kleinen Bühne arrangierten Schallplattenspielern werden Vinylschallplatten in unterschiedlichen Geschwindigkeiten abgespielt. Präparierte Kunststoffengel drehen sich auf den Schallplattenlabels unter bunten, kitschigen Lichtern im Kreis. Wenn ein Tonarm am Kleid eines Rauschgiftengels angelangt ist, entstehen monotone, sphärische Endlos-Loops. Brandstifter greift in die zufällig entstehenden hypnotischen Sounds ein, mischt diese wie ein DJ ineinander und improvisiert live durch Auswechseln der Schallplatten eine sich ständig wiederholende und sich doch verändernde, tranceartige Klangcollage.


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