September

Offene Ateliers am 18. und 19. September 2010

Die aktuellen Stipendiatinnen öffnen ihre Ateliers im Künstlerhaus Schloß Balmoral. Damit geben sie Interessierten Einblick in ihr Arbeiten und stehen zu Gesprächen bereit. Die Ateliers von Heike Bollig, Verónica Aguilera, Sabine Boehl, Susanne Bürner, Nicky Coutts, Doreen Mende, Sara Rajaei und Zhu Hong sind am Samstag, den 18. und Sonntag, den 19. September 2010 von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Babette Dorn u. Margarete Huber, Konzert am 19.09.

„Geh, du schwarze Amsel“: Kompositionen zwischen romantischem Naturempfinden und moderner Existenz
Am Samstag, den 18. September 2010 findet um 19.30 Uhr im Künstlerhaus Schloß Balmoral ein Konzert mit Babette Dorn (Klavier, Moderation) und Margarete Huber (Sopran) statt.

Vogelstimmen sind der klingende rote Faden, der durch das ungewöhnliche Programm führt, das die Berliner Sopranistin und Komponistin Margarete Huber und die Pianistin Babette Dorn im Künstlerhaus Schloß Balmoral vorstellen. Zu Robert Schumanns romantischem Vogel als Prophet gesellen sich als Vogelporträts auf dem Klavier Violeta Dinescus Zilpzalp und Kleiber, Olivier Messiaens Heidelerche und, in einer Uraufführung, Die Vögel stehen in der Luft und schreien*, ein Werk, das Margarete Huber für Babette Dorn komponiert hat. Klavierlieder erzählen von Frühling und Herbst, von Liebe, Leben und Tod – und immer wieder von den Stimmen der Vögel. Unter den Komponisten sind die „Geburtstagskinder“ Schumann und Mahler, aber auch mehrere hochkarätige Komponistinnen und eine Reihe von Komponisten, die nach Verfolgung durch die Nazis in Vergessenheit geraten sind.

(* Ebenfalls Titel einer Photo-Installation von Thomas Wrede (1994), stammt aus Bianca Dörings Schnee und Niemand, Suhrkamp 1992, S. 25. Der Titel wird im Einverständnis mit beiden Künstlern verwendet.)

Babette Dorn, Laureatin des Internationalen Schubert-Wettbewerbs ist in den letzten Jahren wegen ihrer originellen und brillanten CD-Einspielungen (Erstaufnahme der Klavierwerke von Ilse Fromm-Michaels, 3 CDs mit Klaviermusik zu Mozartopern) von der Presse gepriesen worden, Margarete Huber ist als vielseitige Opern- und Konzertsängerin im Schlosstheater Rheinsberg, bei Festivals für Neue Musik in Dresden, Basel und Montenegro aufgetreten und hat mit ihren virtuosen Kompositionen Furore gemacht.

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten und kostet inklusive einem Glas Sekt in der Pause 15 Euro Eintritt. Der Vorverkauf erfolgt über die Buchhandlung Anita Reuffel in Koblenz und über das Künstlerhaus, Karten sind außerdem an der Abendkasse erhältlich.


Ausstellung von Michael Post und Heiner Thiel

Mittwoch, den 22. September 2010
Ausstellungseröffnung wallpieces und Projekte für den öffentlichen Raum von Michael Post und Heiner Thiel in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin.

Die mit dem kunsthistorischen Begriff der „wallpieces“ bezeichneten freien Arbeiten werden im Foyer der Landesvertretung gezeigt: die raumgreifenden Farbflächen der gekrümmten, eloxierten Wandstücke aus Aluminium von Heiner Thiel, wie auch die mit Acrylfarben bemalten Objekte aus MDF von Michael Post, verändern ihre visuelle Präsenz je nach Position des bewegungsfreudigen Betrachters. Sich verschiebende Perspektiven, unterschiedliche Lichtverhältnisse und Schattenwirkungen bestimmen das „Spiel mit den Dimensionen“.

Heiner Thiel und Michael Post sind ehemalige Balmoral Stipendiaten und arbeiten im Kontext von öffentlichen Aufträgen und Wettbewerben seit vielen Jahren zusammen. Sie werden in einem zweiten Teil der Ausstellung Fotodokumentationen von Projekten vorstellen, die für den öffentlichen Raum konzipiert und teilweise auch realisiert wurden. Einige dieser Beispiele zeigen ihre Verbundenheit mit dem Land Rheinland-Pfalz.

Die beiden Künstler verstehen ihre angewandten Projekte als Chance, die durch ihre freien Arbeiten gewonnenen künstlerischen Erkenntnisse auf der Basis der Erfahrung und Sichtbarmachung von Wahrnehmungsvorgängen auch in zweckbestimmten Zusammenhängen so einzubringen, dass von einer sinnstiftenden Ästhetik gesprochen werden kann. Ihr Plädoyer für ein denkendes Sehen und sehendes Denken zeigen sie in prägnanten Beispielen: unter anderem mit dem Projekt alte Wappen in neuem Licht – von den beiden Künstlern modernisierte Wappen der Landkreise und kreisfreien Städte von Rheinland-Pfalz im Wappensaal des Landtags in Mainz – sowie dort auch im „Salle d’Amitié“ die Wappen der Partnerregionen und Partnerstädte von Rheinland-Pfalz. Ein weiteres Beispiel ist ihr Kunst-am-Bau-Auftrag Politeia für das Foyer des Polizeipräsidium Kaiserslautern.

Vom 23. September bis zum 10. Oktober 2010 zu sehen in der

Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund
In den Ministergärten 6
10117 Berlin

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Vortragsreihe Mensch - Maschine

Freitag, 24. September 2010, 19.30 Uhr
Maschinenträume – kann die moderne Hirnbildgebung unsere Gedanken und Träume lesen?
Dr. des. Martin Dresler


Der Boom der Neurowissenschaften in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist nicht zuletzt den verwendeten Maschinen zu verdanken: Hirnscanner ermöglichen den Blick in das arbeitende Gehirn – und damit in unser mentales Innenleben. Diese Techniken haben sich gleichermaßen in der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung wie in der klinischen Anwendung als äußerst fruchtbar erwiesen, wecken jedoch mitunter auch Ängste: Können unsere Gedanken, Absichten und Träume durch die Hirnbildgebung ausgelesen werden? Mit dem Schlagwort „Brain Reading“ werden Ansätze bezeichnet, die aus den neuronalen Prozessen einer Person auf ihre Gedankeninhalte schließen. Während im Wachzustand bereits verschiedene Wahrnehmungen, Vorstellungen, Erinnerungen und Absichten ausgelesen werden konnten, beginnen einige Studien derzeit, konkrete Trauminhalte schlafender Probanden mit Hilfe der Magnetresonanztomographie zu untersuchen. Der Vortrag stellt aktuelle Studien zum Auslesen mentaler Gehalte aus der Hirnaktivität vor und legt seinen Schwerpunkt dabei auf die Möglichkeiten und Grenzen der Hirnbildgebung von Trauminhalten.

Dr. des. Martin Dresler studierte (Bio-)Psychologie, Philosophie und Mathematik in Bochum und München und promovierte in München und Marburg über schlafassoziierte Gedächtnisprozesse. 2010 erhielt er den Barbara-Wengeler-Preis für die Vernetzung von Philosophie und Neurowissenschaften. Derzeit forscht er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über neuronale Prozesse des Lernens, Schlafens und Träumens.

wallpieces und Projekte für den öffentlichen Raum

Heiner Thiel und Michael Post sind ehemalige Balmoral Stipendiaten und arbeiten im Kontext von öffentlichen Aufträgen und Wettbewerben seit vielen Jahren zusammen. Ihre Ausstellung wallpieces und Projekte für den öffentlichen Raum ist vom 23. September bis zum 10. Oktober 2010 täglich von 10-20 Uhr zu sehen in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und der europäischen Union, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin.

Die raumgreifenden Farbflächen der gekrümmten, eloxierten Wandstücke aus Aluminium von Heiner Thiel, wie auch die mit Acrylfarben bemalten Objekte aus MDF von Michael Post verändern ihre visuelle Präsenz je nach Position des bewegungsfreudigen Betrachters. Sich verschiebende Perspektiven, unterschiedliche Lichtverhältnisse und Schattenwirkungen bestimmen das „Spiel mit den Dimensionen“. Mehr Informationen finden Sie hier.


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